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Referenzen zu Andre Sokolowski

"Andre Sokolowskis Rezensionen, die nach Wagneraufführungen entstanden, wurden in einem Buch/epubli gebündelt und können auch netzfern andere Impressionen überlagern. Rezensenten wie Andre Sokolowski scheinen Wagner ähnlicher als die Produzenten von Wagnerbiografien des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die einen Schauspieler Wagner in realistischer Art sächsisch sprechen ließen, aber als Kleinbürger dargestellt hätten, wenn zwischendurch nicht Fetzen seiner Musik eingespielt worden wären..." (Ines Eck in Kulturfeuilleton über 20 EXEMPLARISCHE WAGNERKRITIKEN, 2013)

"Dramatiker Sokolowski gelingt es eindrücklich, die letzten Augenblicke von Klaus Mann in seiner Einsamkeit und Enttäuschung zu zeichnen. Auch was die Sprache angeht: Er lehnt sich an die von Mann an und verdichtet sie zunehmend auf poetische Weise - ohne übertrieben oder pathetisch zu wirken." (Angelo Algieri in queer.de über KLAUS MANN STIRBT., 2011)

"Es bedurfte seinerzeit keines Jubiläums, dass der deutsche Dichter Andre Sokolowski sich eines folgenreichen und deutschen Staatsmannes dramaturgisch annahm und ein Stück verfasste, das den despektierlichen Titel DIE VORHAUT DES KÖNIGS trägt. Dieser und sein despektierlicher Inhalt, der sich außer um Historisches, Politisches und Psychologisches auch um das Allerkleinste des Allergrößten dreht, hat selbstredend dazu geführt, dass noch kein Theater sich bisher heran getraut hat. Statt also darüber zu hören oder gar einen Blick darauf zu erhaschen, dürfen endlich die Interessenten davon lesen und ihr Bild vom Alten Fritzen verunstalten lassen. Der Autor führt den Leser/Zuschauer engagiert in eine komplizierte Leidens- und Erlösungsgeschichte; zugleich führt er ihn übermütig in ein Spiel im Spiel im Spiel. Die Konstruktion ist perfekt: Elf Schauspieler, die Leibgardisten spielen, die Hunde spielen, spielen eine Königsgeschichte vor und zurück. Gesprochen wird - den "nackten, engen Tatsachen" gemäß - nicht im Sokolowski'schen Blankvers, sondern in knapperen Versen. Die Hauptfigur und ihr Zentralproblem stecken wie in einer Magie von Druck und Strudel. Und auch der Leser/Zuschauer wird durch die Situationen gedreht und getrieben, als wäre er selbst der x-te Rex. Achtung! Lesen auf eigene Gefahr!" (KULTURA-EXTRA, das online-magazin, 2011)

"Seit zwanzig Jahren schreibt Sokolowski über den Zeitgeist. Er surft aber nicht darüber hinweg oder an ihm entlang, sondern er legt sich quer. Seine trefflichen sozialen und philosophischen Befunde sind mit erprobter Dialektik formuliert und werden in bizarren Aufmischungen serviert. Das Erhabene und das Ordinäre stehen einander unvermittelt gegenüber, die Lust an den Auswüchsen der Zivilisation, das Verlogene der öffentlichen Meinung und die Alltagslüge im Privaten, das ganze Arsenal des Tragikomischen steht den postmodernen Figuren zur Verfügung. Die Liebesverrenkungen und Geschlechterjagden entspringen dem Bürgerlichen Lachtheater, die Moralitäten dem Lehrstück, absurde und filmische Techniken werden neben klassischer oder epischer Dramaturgie und einem lupenreinen Blankvers eingesetzt. Vielleicht ist es gar zuviel des Guten, weshalb kaum ein Theater anbeißt..." (Jörg Mihan, 2010)

"Dem Autor ist es auf geradezu brillante Weise gelungen, mehrere Handlungsfäden und Zeitebenen miteinander zu verweben..." (Obst & Ohlerich über Scheiden in einem Empfehlungsschreiben für die Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2009)

"dein Text berührte. er scheint von einem wahnsinnigen geschrieben, aber er beschreibt den wahnsinn." (Ines Eck über SHITBOY!)

 
Foto (C) 2012 Edward John Semon